Geschichten

Dies ist eine Liste der Geschichten, die ich bisher geschrieben habe.

  • Die Persische Prinzessin oder die ganz andere Welt der Wunschgans
  • Paranos, der Jahresfischer
  • Die Reise des Punktes
  • Fente sucht einen Freund
  • Fruchtsalat oder die Metamorphose der Muscheln
  • Astrolabius,der Sternschnuppen-Sammler
  • Die Klimpertane oder das Vermächtnis der Affenbraut
  • Das gute Herz der Mutter Natur
  • Weitere Abenteuer von Fips, der Kirchenmaus
  • Urwaldzauber oder das zerbrochene Spiegelbild
  • Giorgio, der Elefant, dem Flügel wuchsen oder "folge deinem Stern" (noch in Arbeit)

Hier kommt ein Auszug aus der Geschichte "Paranos der Jahresfischer".

Paranos der Jahresfischer

Wenn du zum Himmel aufblickst, dann kannst du bei Nacht den Mond, unendlich viele Sterne und bei Tag die Sonne sehen. Wenn du aber sogar mit einem Teleskop ausgerüstet bist oder dich nachts bei der Sternwarte befindest, dann kannst du mit einem Riesenteleskop tief in den Himmel hineinblicken und sehr viel mehr als mit dem bloßen Auge sehen.

Der helle Schein des Morgensternes, Venus genann, erstrahlt und die nebligen Streifen der Milchstraße, einer Sternenansammlung, die viele tausend Lichtjahre entfernt ist, gibt großen Anlass zum Staunen. Mars, der blutrote Himmelskörper ist gut sichtbar und Saturn mit seinem glänzenden Schein, der um ihn herunschwebenden Partikeln leuchtet zu uns auf unsere Welt.

Paranos
Astrolabius, der Sternschnuppen-Sammler

Heute habe ich ihn gesehen. Ich bin mir sicher, das muss er sein. Er ist nicht besonders schön, eher nicht. Nein, gar nicht. Er ist nicht groß und auch nicht besonders dick. Er hat kein auffälliges Gesicht, eher nicht.

Aber er hat kräftige Arme, an denen tüchtig Haare wachsen. Und er trägt diesen Sack über die Schulter geworfen, der dick und vollprall auf dem Rücken ruht. Das ist das wahrhaftig Ungewöhnliche an ihm.

Der Sack ist das Geheimnis oder, besser gesagt, der Inhalt des Sackes.

Als ich ihn traf, war es praktisch mitten auf der Straße. Eine graue, heiße Großstadtstraße, auf welcher er sich befand mit seinem Sack. Sein Blick war eher abweisend, wie sollte es auch anders sein, und seine Gestalt versperrte mir den Weg.

In diesem Augenblick schwante es mir, dass es eine schicksalhafte Begegnung war.

Das gute Herz der Mutter Natur

Früh am Morgen, wenn der Himmel sich rosarot färbt, die Vögel zu zwitschern anfangen und die Sonne ihre goldenen Strahlen behutsam durch das grün der Wälder schiebt, da erwacht Mutter Natur mit einem frohen Lachen auf dem Gesicht.

Ihr grünes Kleid ist immer frisch und ansehnlich. Ihre Haare wallen an ihrem gesunden Körper entlang und der Mund singt mit allen Vögeln ein frohes Lied für den Tag.

Da gibt es auch eine kleine Schwester von Mutter Natur. Sie liebt die große innig. Fast täglich stattet sie ihr einen Besuch ab. Erwartungsvoll warten beide aufeinander.

Die kleine Schwester legt sich einen hübschen Blumenkranz auf das Haar, welches weit offen im Wind flattert, wenn sie sich beeilt, um ihre Verabredung einzuhalten.


Und hier ein Auszug aus "Weitere Abenteuer von Fips, der Kirchenmaus".

Weitere Abenteuer von Fips, der Kirchenmaus
Nun war es so, dass die kleine Kirchenmaus Fips schon einiges gelernt und erlebt hatte. Sie war noch ganz erfüllt von dem Gespräch mit der großen Kerze, die jetzt mit ihrem Schein in sich zusammengeschmolzen war und einen kleinen Schatten am Boden und einen noch leuchtenden kleinen Lichtkranz an der Decke hinterlassen hatte.
Kirchenmaus1
Fips hatte einige Brotkrumen auf dem alten gefliesten Kirchenboden gefunden und hungrig verspeist. Er war froh, dass viele Kinder doch von den Weihnachtsleckereien in die Tasche gesteckt und heimlich während des Gottesdienstes aufgegessen hatten.
Kirchenmaus2
Urwaldzauber oder das zerbrochene Spiegelbild

Zuerst waren sie wirkliche Freundinnen. Sie frisierten sich auf dieselbe Art, liebten dieselben Dinge, interessierten sich für dasselbe und sprachen über alles. Das ging so über einige Jahre. Sie hatten sich daran gewöhnt, nahmen es als selbstverständlich. Außerdem sahen sie sich ähnlich.

Jessica hatte als kleines Erkennungszeichen für Außenstehende einen Schönheitsfleck auf der rechten Gesichtshälfte zwischen Nase und Auge. Maria dagegen hatte festeres Haar, das immer etwas ungekämmt wirkte und einen aufmerksamen Blick.

Im Bekanntenkreis waren sie als unterhaltsame, unternehmungsfreudige Singles bekannt, für die es wohl auch am besten wäre, wenn, falls das je der Fall sein sollte, es zwei Freunde sein könnten, die sich ihnen zur Seite stellen würden. Irgendwie schien alles darauf hinzuzielen, dass weder Jessica noch Maria einen Alleingang machen würde.

Sie arbeiteten beide in einer Bibliothek, lasen viel und waren auch sonst stets informiert. Meistens fuhren sie mit Marias kleinem Citroen zur Städtischen Bibliothek und nur in Ausnahmefällen benutzten sie öffentliche Verkehrsmittel.

Eigentlich kamen sie aus verschiednen Teilen der Welt. Jessica war von Tobago nach New York gekommen und Maria von Argentinien, um ein Praktikum zu machen. Sie hatten sich beim Wohnungsmakler kennengelernt und sofort eine Zuneigung empfunden.

New York war ihnen als einzig wahre Lösung für ihren Lebenshunger erschienen. Mit einigen Opfern verbunden hatten sie sich von ihren Familien gelöst und es möglich gemacht, in diese Metropole zu kommen.

Sie hatten sich verhältnismäßig schnell zurechtgefunden. In ihrer Freizeit gingen sie in den Tanzclub der Latinos. An den Wochenenden telefonierten sie regelmäßig mit ihren Familien, um das Neueste von zu Hause zu erfahren.

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